07.02.2017

Der Mythos “öffentlichen” Eigentums - Murray Rothbard

Wir alle haben schon mal von “öffentlichem” Eigentum gehört. In der Tat wird immer, wenn sich etwas in Staatseigentum befindet oder der Staat eine Unternehmung betreibt, dies als “in öffentlichem Eigentum befindlich” bezeichnet. Wenn natürliche Ressourcen an private Unternehmen verkauft oder vergeben werden, erfahren wir, dass “öffentliches Eigentum” an schnöde Privatinteressen “weggegeben” wurde. Die Schlussfolgerung daraus lautet, dass, wenn der Staat etwas besitzt, “wir” – alle Mitglieder der Gesellschaft – dies zu gleichen Teilen besitzen. Welch einen Kontrast dieser Einschluss aller doch zu den kleinlichen Partikularinteressen des “privaten” Besitzes darstellt.

Wir haben gesehen, dass - weil in einem sozialistischen Wirtschaftssystem keine Kostenrechnung möglich ist – ein eingefleischter Sozialist bereit sein muss, das Verschwinden eines großen Teils der Weltbevölkerung in Kauf zu nehmen, während den Überlebenden nur primitive Subsistenzwirtschaft bleibt. Und trotzdem mag jemand, der den Staat mit öffentlichem Eigentum identifiziert, damit zufrieden sein, das Ausmaß staatlichen Besitzes zu erhöhen, und den Verlust an Effizienz und gesellschaftlichem Nutzen, der sich daraus ergibt, in Kauf zu nehmen.