27.08.2016

Murray Rothbard über die Wehrpflicht

„Jeder Jugendliche wird gezwungen, sich mustern zu lassen, wenn er 18 Jahre alt wird. Er ist gezwungen, seinen Wehrpass ständig bei sich zu tragen [Anmerkung: Rothbard bezieht sich auf die USA], und wenn es die Regierung für passend hält, wird er von den Behörden 'gezogen' und 'zum Bund' geschickt. Hier sind sein Körper und sein Wille nicht länger sein, er ist Empfänger von Befehlen des Staates. Er kann gezwungen werden zu töten und das eigene Leben aufs Spiel zu setzen, wenn es befohlen wird. Was soll ein Dienstzwang sein wenn nicht eine Einberufung?
[...]
Wenn Sie und ich und unser nächste Nachbar denken, dass wir Verteidigung brauchen, haben wir trotzdem kein moralisches Recht, Zwang auszuüben, etwa mit dem Bajonett oder dem Revolver, um jemand anderen zu zwingen, uns zu verteidigen. Die Wehrpflicht ist genauso ein nicht zu rechtfertigender Eingriff, eine Entführung oder sogar ein Mord, wie der unterstellte Angriff, gegen den wir uns ursprünglich verteidigen wollten.“

Murray Rothbard,
Für eine neue Freiheit, Band 2: Soziale Funktionen

31.05.2016

Wahlprogramm LILIEN 2016 - Freiheit statt Zwang



1. Weg mit diesem Semesterticket

Wir lehnen das bestehende Semesterticket weiterhin ab, da das Basisticket auf Zwang basiert und für den Besuch der Universität vollkommen unbrauchbar ist. Weder das Studentenwerk, noch die Stuve, weiß besser als du selbst, welche(s) Fortbewegungs- mittel du nutzen möchtest. Das Studentenwerk hat den Vertrag ohne erneute Abstimmung um ein weiteres Jahr verlängert:
Hat man etwa Angst, dass die Studenten dieses Mal ablehnen könnten, nachdem sie das überteuerte und ungerechte Modell keineswegs überzeugt hat?
In den kommenden Semestern werden die Kosten wieder enorm steigen, die Zukaufquote wurde nicht erreicht und mehr als 20 % der Studenten haben das Basisticket – obwohl sie es bezahlen mussten – kein einziges Mal genutzt!

Wir sagen klar: Das Modell ist kläglich gescheitert, so kann das nicht weitergehen! Nein zu diesem Semesterticket!

13.05.2016

Libertarismus und Utopie - Murray Rothbard

„Obwohl es für den Libertären lebenswichtig ist, sein letztes und »extremes« Ideal hochzuhalten, macht es ihn nicht, wie Hayek glaubt, zum »Utopisten«. Der wirkliche Utopist ist einer, der ein System fordert, das dem natürlichen Recht der menschlichen Wesen und der realen Welt entgegengesetzt ist. Ein utopisches System ist eines, das nicht einmal dann funktionieren könnte, wenn alle Leute dazu überredet worden wären, zu versuchen, es in Praxis umzusetzen. Das utopische System ist nicht lebensfähig, d.h. es kann sich nicht selbst erhalten. Das utopische Ziel der Linken, der Kommunismus, also die Abschaffung der Spezialisierung und die Durchsetzung der Gleichartigkeit, kann auch dann nicht erreicht werden, wenn alle es sich sofort zu eigen machen würden. [...]

Im tiefsten Sinn ist die libertäre Doktrin nicht utopisch, sondern außerordentlich realistisch, weil sie eine Theorie ist, die wirklich mit der Natur des Menschen und der Welt übereinstimmt. Der Libertäre leugnet nicht die Verschiedenheit und Vielfalt der Menschen, er schätzt sie hoch und versucht, dieser Vielfalt in einer Welt der Freiheit zu ihrem vollen Ausdruck zu verhelfen. [...]

15.04.2016

Ankündigung: Bessere Bildung für alle ohne Staat - Vortrag von Tomasz Froelich

Tomasz M. Froelich, u.a. Chefredakteur bei Freitum und Autor bei eigentümlich frei, wird am Freitag, den 29. April 2016 sein Buch „Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt: Bessere Bildung für alle ohne Staat“ an der WiSo, Raum 0.143, in Nürnberg vorstellen.

In seinem Vortrag wird er sich damit beschäftigen, wie Bildungssysteme ohne den Staat funktionieren können, höhere Bildungschancen bieten und erschwinglich für alle wären.

Im Anschluss gibt es eine Diskussionsrunde über die Vor- und Nachteile eines entstaatlichten Bildungswesens.

Der Eintritt ist frei, über eine Spende für unsere Hochschulgruppe würden wir uns freuen.

Das Buch kann hier erworben werden.

Es gibt auch eine Facebook-Veranstaltung, die hier zu finden ist.

31.01.2016

Geschichten aus dem Spätetatismus: Die AfD und der "Schießbefehl"

Links: Peter Fechter, erschossen durch DDR-Grenzsoldaten,17. August 1962 | Rechts: Frauke Petry, will sie linkes Bild wieder haben?
Gerade macht in allen Mainstream-Medien die Meldung, dass sich Frauke Petry (Bundessprecherin AfD) für den Schusswaffengebrauch „gegen Flüchtlinge“ aussprechen bzw. einen „Schießbefehl“ an der deutschen Grenze fordern würde, die Runde. Dies habe sie in einem Interview mit dem Mannheimer Morgen geäußert. Hat sie das wirklich? Schauen wir uns doch mal an, was sie im Kontext sagt:

25.01.2016

Murray Rothbard über die Grundlinien libertärer Außenpolitik

Es gibt noch eine These, die den Amerikanern und sogar einigen Libertären geläufig ist und sie daran hindern könnte, die Analyse dieses Kapitels aufzunehmen: der von Woodrow Wilson verkündete Mythos, daß Demokratien notwendigerweise friedliebend sind, während Diktaturen notwendigerweise kriegstreiberisch sind. Diese These ist natürlich sehr bequem dafür, Wilsons eigene Schuld an der Verwicklung Amerikas in einen nutzlosen und monströsen Krieg zu verdecken. Aber daneben gibt es keine Beweise für diese Behauptung. Die Beispiele dafür reichen vom vormodernen Japan bis zum kommunistischen Albanien und zu zahllosen Diktaturen in der Dritten Welt. Idi Amin in Uganda, der vielleicht brutalste und machtgierigste Diktator in der heutigen Welt, zeigt keine Anzeichen dafür, daß er sein Regime aufs Spiel setzt, indem er Nachbarländer überfällt. Auf der anderen Seite dehnte eine unzweifelhafte Demokratie wie Großbritannien ihren Imperialismus während des 18. und 19. Jahrhunderts über die ganze Welt aus.