02.02.2015

Homo homini amicus - das anarchistische Menschenbild

Wenn ich mit Etatisten über Anarchie diskutiere, können oft viele Stunden vergehen. Am Ende stößt
man aber immer auf den gleichen Punkt, auf den eigentlichen Kern der Diskussion. Es geht um das
Menschenbild. Das Menschenbild ist es, was den Anarchisten vom Etatisten unterscheidet.
Wenn Hobbes den Staat begründet, geht er davon aus, dass im Naturzustand der Mensch dem
Menschen Wolf ist.
Man benötige also einen Staat, weil der Mensch sonst ein böses, unmündiges Wesen sei.
Aber ist das wirklich so?