18.11.2015

Ein Witz über den Witz namens Kartellrecht (von Walter Block)


Teil 1:
Drei sowjetische Gefangene sitzen zusammen und erzählen sich Geschichten. Irgendwann sprechen
sie darüber welche Verbrechen sie begangen haben um in diese missliche Lage zu kommen.

Der erste Gefangene sagt: "Ich bin zu spät zur Arbeit erschienen und sie beschuldigten mich den Staat um meiner Arbeitskraft zu betrügen."
Der zweite Gefangene sagt: "Ich bin zu früh zur Arbeit erschienen und sie beschuldigten mich ein Arschkriecher zu sein."
Der dritte Gefangene sagt: "Ich bin jeden Tag pünktlich zur Arbeit erschienen und sie beschuldigten mich eine westliche Armbanduhr zu besitzen."

Teil 2:
Drei amerikanische Gefangene sitzen zusammen und erzählen sich Geschichten. Irgendwann sprechen sie darüber welche Verbrechen sie begangen haben um in diese missliche Lage zu kommen.

Der erste Gefangene sagt:

07.11.2015

Murray Rothbard über Verschwörungstheorien

„Es ist ebenso wichtig für den Staat seinen Untertanen eine Abneigung zu jedwedem „Geschichtsrevisionismus“ einzuimpfen; denn eine Suche nach „Verschwörungen“ bedeutet eine Suche nach Motiven und eine Zuschreibung von Verantwortlichkeit für historische Verbrechen. Falls jedoch jede vom Staat oktroyierte Tyrannei, oder Korruption, oder Angriffskrieg, nicht von den staatlichen Herrschern verursacht wurde, sondern von mysteriösen und geheimen „gesellschaftlichen Kräften“ oder von dem imperfekten Zustand der Welt, oder falls in irgendeiner Weise jeder verantwortlich wäre („Wir sind alle Mörder“ besagt ein Spruch), dann gibt es keinen Grund für die Menschen sich zu empören und gegen solche Verbrechen aufzustehen. Des Weiteren führt einen Angriff auf „Verschwörungstheorien“ dazu, dass die Untertanen leichtgläubiger gegenüber der Begründung „Allgemeinwohl“ werden, die der Staat immer anführt für sein despotisches Handeln. Eine „Verschwörungstheorie“ kann das System dadurch destabilisieren, dass sie öffentliche Zweifel an der ideologischen Propaganda des Staates erweckt.“

Murray Rothbard,
Anatomy of the State, S. 26f

26.10.2015

Ludwig von Mises zum Sezessionsrecht

“Wenn die Bewohner eines Gebietes, sei es eines einzelnen Dorfes, eines Landstriches oder einer Reihe von zusammenhängenden Landstrichen, durch unbeeinflusst vorgenommene Abstimmungen zu erkennen gegeben haben, dass sie nicht in dem Verband jenes Staates zu bleiben wünschen, dem sie augenblicklich angehören, sondern einen selbständigen Staat bilden wollen oder einem anderen Staate zugehören wollen, so ist diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Nur dies allein kann Bürgerkriege, Revolutionen und Kriege zwischen den Staaten wirksam verhindern […] Wenn es irgend möglich wäre, jedem einzelnen Menschen dieses Selbstbestimmungsrecht einzuräumen, so müßte es geschehen.“

Ludwig von Mises,
Liberalismus, S. 96f

15.10.2015

Natürliche Rechte - Elisha Williams (1744)

Die Vernunft sagt uns, daß alle Menschen von Natur aus gleich geboren sind, d.h. mit einem gleichen Recht an ihrer Person und mit einem ebenso gleichen Recht auf Selbsterhaltung […] und da ein jeder ein Eigentum an seiner eigenen Person hat, ist die Arbeit seines Körpers und das Werk seiner Hände einwandfrei sein Eigen, worauf niemand als er selbst ein Recht hat; es folgt daraus, daß, wenn man irgendetwas aus dem Zustand löst, in dem es die Natur bietet und belassen hat, man seine Arbeit damit vermengt und ihm etwas Eigenes hinzufügt und es dadurch zu seinem Eigentum macht […] Da mithin jeder Mensch ein natürliches Recht an seiner eigenen Person und seinen eigenen Handlungen und seiner Arbeit hat (bzw. Eigentümer dessen ist, was wir Eigentum nennen), folgt sicherlich, daß niemand ein Recht an der Person und dem Eigentum eines anderen haben kann. Und wenn jeder Mensch ein Recht an der eigenen Person und an seinem Eigentum hat, hat er auch ein Recht, sie zu verteidigen […] und ein ebensolches Recht, alle Verletzungen seiner Person und seines Eigentums zu bestrafen.

13.10.2015

Die verrückten Auswirkungen der Politischen Korrektheit an US-Universitäten


How Universities Silence Truth—And What We Can Do About It
*Trigger Warning*Tom DiLorenzo humiliates modern academia.
Posted by Mises Institute on Freitag, 9. Oktober 2015

30.09.2015

Warum libertär sein?

Warum sollte man überhaupt libertär sein? Was steckt hinter dem Ganzen? Wie kommt man dazu, sich ein Leben lang für das Prinzip und das Ziel individueller Freiheit einzusetzen? Bedeutet so ein Einsatz, in unserer weitestgehend unfreien Welt, nicht notwendigerweise radikalen Widerspruch zur und Entfremdung von der herrschenden Meinung – eine Entfremdung, die ebenso notwendigerweise Opfer materieller und ideeller Art erfordert? Wenn das Leben kurz ist, und der Sieg in weiter Ferne, warum tut man sich das alles an?

Erstaunlicherweise findet man unter der wachsenden Zahl Libertärer in diesem Land viele Menschen, die aus einer sehr begrenzten und persönlichen Sichtweise heraus zu einer libertären Haltung gelangt sind. Viele von Ihnen erliegen der Freiheit als einem intellektuellen Gedankenkonstrukt, oder einem ästhetischen Zweck. Sie bleibt dabei jedoch eine rein intellektuelle Spielwiese, völlig losgelöst vom alltäglichen, „wirklichen“ Leben. Andere machen sich die libertäre Haltung einzig aus persönlichem Profitstreben zu Eigen. Weil sie erkennen, dass ein freier Markt fähigen und unabhängigen Individuen größere und vielfältigere unternehmerische Gewinnchancen einräumt. Sie werden und bleiben libertär, lediglich um ihre persönlichen Profitmöglichkeiten zu erweitern. Obwohl es stimmt, dass die Profitmöglichkeiten auf freien Märkten und in einer freien Gesellschaft sehr viel größer und vielfältiger sein würden, ist es doch absurd, diesen Aspekt als den entscheidenden Grund herauszustellen, eine libertäre Gesinnung anzunehmen. Denn auf dem oft steinigen und beschwerlichen Weg zur Freiheit sind die Gewinnchancen des Libertären sehr viel öfter eher schlecht als recht.

04.08.2015

Öko-Schwindel - Roland Baader

Eine in der Neuzeit besonders häufig auftretende Abart des homo sapiens ist die der „Gutmenschen“. Dabei handelt es sich um Leute, die – frei nach der Weisheit „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“ – meistens noch gefährlicher für das friedliche Zusammenleben der Menschen sind das erklärte Bösewichte. Wie es sich für Gutmenschen gehört, haben sie eine Religion gegründet; eine neue natürlich. Denn seit das Christentum außer Mode gekommen ist – und damit auch das Ziel von der Errettung der Seelen, beschäftigen sich die Neureligiösen mit der Rettung der Frösche und Lurche, der Rettung der Bäume und Bäche, der Rettung der Luft und des Bodens, kurz: mit der Rettung der Natur vor dem Menschen. Dieses Ziel ist höchst ehrenwert und es wäre sogar ein begrüßenswertes Ziel, wenn es „Hand und Fuß“ – das heißt eine auch nur halbwegs vernünftige, realistische, wissenschaftlich belegbare, glaubwürdige, oder wenigstens wahrscheinlichkeitstheoretisch erwägbare Grundlage hätte und – noch wichtiger: wenn die Wahl der Mittel zum Ziel (sei das Ziel nun tatsächlich wichtig oder nicht) wenigstens den gewünschten Ergebnissen entsprechen würde.

Was ist „Globalisierung“? - Roland Baader

Globalisierung bedeutet im Grunde: Mehr Marktwirtschaft in der Welt. Während um das Jahr 1988 nur 20 bis maximal 25% der Weltbevölkerung in Marktwirtschaften lebten (genauer: in einigermaßen marktwirtschaftlichen Ordnungen), waren es 1998 – also nur ein Jahrzehnt später – mindestens 75%. Die Aussage „mehr Marktwirtschaft in der Welt“ bezieht sich dabei nicht auf die westlichen Industrienationen, sondern fast ausschließlich auf die bisher totalitär beherrschten und sozialistisch organisierten Länder. Dass diese Länder – unter vielen anderen auch China und Russland – überhaupt marktwirtschaftliche Elemente oder aber mehr Markt zugelassen haben, bedeutet – vom absoluten Volumen der Handels- und Investitionsströme her gesehen – zwar auch insofern „mehr Markt“ für die westlichen Industrienationen, als diese in einen vermehrten Güteraustausch mit vorher geschlossenen Volkswirtschaften des Ostens und Asiens eintreten konnten, aber relativ – im Inneren der Westländer – dürfte der Anteil des freien Marktes gegenüber dem staatlich regulierten Teil kaum größer geworden sein sondern stagniert auf einem erbärmlich niedrigen Niveau.

18.07.2015

Der Staat - Frédéric Bastiat

Ich wünschte, dass man einen Preis stiftet — nicht fünfhundert Franc, sondern eine Million mit
Siegerkranz und Verdienstkreuz am Band für den, der eine gute, einfache und einsichtige Definition des Wortes gibt: Der STAAT.

Welch gewaltigen Dienst leistet er doch der Gesellschaft! Der STAAT! Was ist das? Wo ist er? Was tut er? Was sollte er tun?

Wir wissen darüber nur, dass er eine geheimnisumwitterte Persönlichkeit ist — und sicherlich die am meisten beanspruchte, gequälte, beschäftigte, beratene, angeklagte, angerufene und herausgeforderte auf der ganzen Welt.

Denn, mein Herr, ich habe nicht die Ehre, Sie zu kennen, aber ich wette zehn gegen eins, dass Sie seit sechs Monaten Utopien machen; und wenn Sie welche machen, wette ich zehn gegen eins, dass Sie den STAAT beauftragen, sie zu verwirklichen.

16.07.2015

Die Freiheit hat dem englischen Volke Brot gegeben - Frédéric Bastiat

Die Presse macht über die von dem Board of Trade herausgegebenen statistischen Dokumente Betrachtungen und stellt folgende drei Tatsachen fest:
  • Eine sehr reichliche Getreideernte;
  • Eine Fleisch- und Getreideeinfuhr, die immer steigt, und heute bedeutender ist, als sogar während des Mangels;
  • Ein Zuströmen der edlen Metalle.
Diesen drei Tatsachen wollen wir zwei andere, nicht weniger sichere, hinzufügen:
  • Der Preis des Getreides ist nicht so weit gesunken, um danach annehmen zu können, man wolle es nicht kaufen;
  • Die Pächter sind unter allen arbeitenden Klassen diejenigen, welche am wenigsten klagen.

11.07.2015

Nieder das Kapital! - Julius Stettenheim

Die Versammlung war nun vollständig, nachdem mehrere Mitglieder derselben theils wegen zu mangelhafter Nüchternheit, theils wegen des Verdachts, dem verachteten Stande der Hauswirthe anzugehören, hinausgeworfen worden waren. Das Wort "hinausgeworfen" muß dahin abgemildert werden, daß die Männer zur Thüre geleitet wurden, was eigentlich dasselbe war, aber in den über diese Verhandlungen veröffentlichten Zeitungsberichten einen angenehmeren Eindruck machte, wenn auch nicht auf die betreffenden nicht ungeleitet aus dem Saal entfernten Volksmänner. Denn diesen that meist immer noch Manches weh, woraus zur Evidenz hervorgeht, daß das Hinauswerfen und das Geleit zur Thür sich auch darin vollkommen glichen, daß sie von zielbewußten Fäusten zur Ausführung gelangten. Ich will damit nur oberflächlich, wie dies ja auch die ernsten Folgen der unsanften Entfernung waren, andeuten, daß die Männer, welche zu den betreffenden Versammlungen zusammenzutreten pflegten, sich in einer ziemlich gereizten Stimmung befanden.

Nieder das Kapital! - Julius Stettenheim

Die Versammlung war nun vollständig, nachdem mehrere Mitglieder derselben theils wegen zu mangelhafter Nüchternheit, theils wegen des Verdachts, dem verachteten Stande der Hauswirthe anzugehören, hinausgeworfen worden waren. Das Wort "hinausgeworfen" muß dahin abgemildert werden, daß die Männer zur Thüre geleitet wurden, was eigentlich dasselbe war, aber in den über diese Verhandlungen veröffentlichten Zeitungsberichten einen angenehmeren Eindruck machte, wenn auch nicht auf die betreffenden nicht ungeleitet aus dem Saal entfernten Volksmänner. Denn diesen that meist immer noch Manches weh, woraus zur Evidenz hervorgeht, daß das Hinauswerfen und das Geleit zur Thür sich auch darin vollkommen glichen, daß sie von zielbewußten Fäusten zur Ausführung gelangten. Ich will damit nur oberflächlich, wie dies ja auch die ernsten Folgen der unsanften Entfernung waren, andeuten, daß die Männer, welche zu den betreffenden Versammlungen zusammenzutreten pflegten, sich in einer ziemlich gereizten Stimmung befanden.

06.07.2015

Der Steuereintreiber - Frédéric Bastiat

Herr Kerbholz: Steuertreiber [1]
Hans Biedermann: Weinbauer


K: Sie haben zwanzig Fass Wein geerntet?

H: Ja, mit Müh und Schweiß.

K: So bitte ich mir sechs der besten aus.

H: Sechs von zwanzig! Güte des Himmels! Sie wollen mich ruinieren. Und, wenn ich bitten darf, wozu wollen Sie sie denn verwenden?

K: Das erste Fass ist für die Staatsgläubiger bestimmt. Wenn man Schulden hat, so muss man wenigstens die Zinsen bezahlen.

H: Und wo ist denn das Kapital geblieben?

03.07.2015

Der Kampf um die Begriffe - Roland Baader

„Offensichtlich ist den Bataillonen der sogenannten 68er-Revolution mit der Besetzung der Definitionen gelungen, eine Sprachzerstörung, der – nach allem, was uns Theorie und Erfahrung lehren, ein Verlust der Freiheit stets auf dem Fuße folgt.

Konfuzius wusste schon vor zweieinhalb Tausend Jahren: „Wenn Wörter ihre Bedeutung verlieren, verlieren die Völker ihre Freiheit.“ Das ist so, weil (wie Erwin Chargaff das so schön gesagt hat) Wörter „unsere Gedanken machen“ und weil wir Wahrheit und Lüge nicht mehr unterscheiden können, wenn die Begriffe mit falschem Inhalt gefüllt sind.
Die politischen und rhetorischen Rattenfänger haben dann leichtes Spiel mit denen, die sie beherrschen wollen. Nietzsche hat es lange vor George Orwell vorhergesehen, als er schrieb:
„Der wirkliche Machthaber der Zukunft wird der sein, der neue Sprachreglungen durchsetzen kann.“

Freiheit und Wahrheit bilden eine Einheit. Ebenso Unfreiheit (Herrschaft) und Lüge. Das wirksamste Instrument der Lüge – und somit auch der Knechtschaft – ist die verfälschte Sprache. Die schärfsten Waffen der Tyrannis, noch vor dem Schwer und dem Gewehr, sind die Nebel- und Trug-Wörter, mit denen wir getäuscht werden. Genau deshalb besteht die entscheidende Methode zur Verteidigung und Bewahrung der Freiheit im Bewusstsein und im Wissen um den wahren Inhalt der Begriffe. Machen wir uns also ans Werk, immer und immer wieder, die Begriffe zu klären und die Definitionen mit intellektueller Redlichkeit und dem Willen zur Wahrheit zu setzen – gegen alle Rattenfänger dieser Welt.“

Roland Baader,

Ergebnisse der Hochschulwahl 2015









Alle Zahlen finden sich hier.

22.06.2015

Wahlprogramm LILIEN: Freiheit statt Zwang - Freie Studenten an einer freien Uni [Wahlprogramm 2015]

Abschaffung aller Zwangsgebühren:

Studentenwerksbeitrag, Semesterticket, Theaterflat? Wie viel denn noch? Schluss mit der unsozialen Abzocke – wir sind gegen die Zwangsgebühren! Dann hätte jeder Student mindestens 107€ mehr pro Semester zur Verfügung, die jeder individuell für seine Bedürfnisse ausgeben kann.

In Ruhe studieren können:

Auch wenn die Wahlbeteiligung nur bei 10 % liegt – die Stuve wird Entscheidungen über alle Studenten treffen. Nichtwählen bringt nichts, du wirst dadurch nicht in Ruhe gelassen! Das wollen wir ändern: Wir werden das Sprachrohr und die Vertretung der Nichtwähler.

Abschaffung der Anwesenheitspflicht:

Über den Besuch von Veranstaltungen sollten Studenten eigenverantwortlich entscheiden dürfen, jedoch sollte ein Dozent die Möglichkeit für die Einführung einer Anwesenheitspflicht haben, wenn die Anwesenheit für die Notenbildung erforderlich ist.

Schlanke Verwaltung und die Abschaffung des Büros für Gender und Diversity:

Eine über die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau hinausgehende Bevorzugung von Frauen lehnen wir ab; deswegen sehen wir keinen Sinn in der Existenz einer Frauenbeauftragen. Beratungsstellen sollten allen Studenten zugänglich sein.
Des Weiteren stellen wir uns gegen Genderismus und das zwanghafte Streben nach „Diversity“.
Die natürliche Vielfalt in Freiheit ist unser Ziel.
Das eingesparte Geld kann sinnvoller eingesetzt werden.

Keine Frauenquote für Unistellen:

Wir wollen, dass die Vergabe von Universitätsstellen nach Leistungskriterien abläuft und nicht nach der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht. Des Weiteren stellen Frauenquoten eine Bevorteilung von Frauen dar und fördern Sexismus à la „die ist doch nur wegen der Quote da!“.

Keine Wiedereinführung von Studiengebühren:

Eine Doppelbelastung aus Steuern und Studiengebühren ist sozial ungerecht und schränkt die soziale Mobilität weiter ein.




Du hast noch Fragen an uns?
Dann schick uns doch eine E-Mail an: lilien@mailbox.org
Oder schick uns eine Nachricht bei Facebook: www.facebook.com/libertaereliste.en

24.04.2015

Petition der Kerzenmacher - Frédéric Bastiat

An die Herren Abgeordneten der Deputiertenkammer

Meine Herren,

Sie sind auf dem rechten Wege. Sie lehnen abstrakte Theorien ab. Reiches Angebot und niedrige Preise interessieren Sie wenig. Sie kümmern sich vor allem um die Lage des Produzenten. Sie wollen ihn von auswärtiger Konkurrenz befreien, mit einem Wort, Sie wollen den nationalen Markt der nationalen Arbeit bewahren.

Wir bieten Ihnen hier eine wunderbare Gelegenheit, Ihre — wie wollen wir es nennen? Ihre Theorie anzuwenden? Nein, nichts ist trügerischer als die Theorie. Ihre Doktrin? Ihr System? Ihr Prinzip? Aber Sie lieben die Doktrinen nicht, Systeme sind Ihnen ein Gräuel, und was Prinzipien angeht, erklären Sie, dass es in der sozialen Ökonomie keine gebe. Sagen wir also Ihre Praxis: Ihre Praxis ohne Theorie und Prinzip.

23.04.2015

Aller und jeder Streik ist Terrorismus!

Das wichtigste Mittel der Politik des Destruktionismus ist der Arbeiterverein, die Gewerkschaft. Der sozialistischen Ideologie ist es gelungen, das eigentliche Wesen und die Besonderheit der gewerkschaftlichen Bewegung so sehr zu verdunkeln, daß es nicht leicht ist, sich ein klares Bild von dem zu machen, was die Gewerkschaften sind und was sie leisten.

Noch immer pflegt man die Probleme des Arbeitervereinswesens unter dem Gesichtspunkte der Koalitionsfreiheit und des Streikrechtes zu behandeln. Doch seit Jahrzehnten handelt es sich nicht mehr darum, ob den Arbeitern die Freiheit, Vereine zu bilden, zugestanden werden soll, und ob sie das Recht haben sollen, die Arbeit auch unter Verletzung des Arbeitsvertrages niederzulegen. Keine Gesetzgebung macht ihnen dieses Recht streitig; denn daß die vertragswidrige Arbeitseinstellung zivilrechtliche Folgen für den einzelnen Arbeiter nach sich ziehen kann, ist praktisch ohne jede Bedeutung, so daß auch die extremsten Anwälte des Destruktionismus kaum auf den Gedanken verfallen sind, für den Arbeiter das Vorrecht zu fordern, übernommene Vertragspflichten nach Belieben verletzen zu dürfen.

02.02.2015

Homo homini amicus - das anarchistische Menschenbild

Wenn ich mit Etatisten über Anarchie diskutiere, können oft viele Stunden vergehen. Am Ende stößt
man aber immer auf den gleichen Punkt, auf den eigentlichen Kern der Diskussion. Es geht um das
Menschenbild. Das Menschenbild ist es, was den Anarchisten vom Etatisten unterscheidet.
Wenn Hobbes den Staat begründet, geht er davon aus, dass im Naturzustand der Mensch dem
Menschen Wolf ist.
Man benötige also einen Staat, weil der Mensch sonst ein böses, unmündiges Wesen sei.
Aber ist das wirklich so?

26.01.2015

Der unaufhaltsame Siegeszug des Libertarismus

Ein Libertärer/Anarchist zu sein kann frustrierend und oftmals mit enttäuschenden Erfahrungen verbunden sein. Der herrschenden Meinung nach ist der Staat eine der fundamentalsten Institutionen unserer Gesellschaft. Es ist wahrlich schwierig, zu einer anderen Schlussfolgerung zu kommen, als dass unser Anliegen zum Scheitern verurteilt ist.
Doch seid zuversichtlich! Wir können gewinnen. Wir werden gewinnen. Das ultimative Scheitern des Staates ist eine Eigenschaft seiner eigenen Natur ebenso wie der ultimative Sieg der Freiheit ein Merkmal des Libertarismus ist.

Damit ein Staat erfolgreich ist, muss er Zugang zur Psyche der Menschen haben. Der Staat benötigt den Glauben der Bevölkerung, dass er eine legitime Institution sei, seine Regeln einzuhalten wären und am wichtigsten: dass seine Erfüllungsgehilfen zu Handlungen berechtigt seien, die für alle anderen verboten sind.

04.01.2015

Faktencheck zum Semesterticket - Nicht alles was sich Solidarität nennt ist gut

Zunächst einmal sei lobend gesagt, dass sie des Öfteren das Rad benutzt und nicht nur die U-Bahn, daher darf man auch davon ausgehen, dass sie in ihrer Freizeit radelt und nur bei „schlechtem Wetter“ die öffentlichen
Verkehrsmittel nutzt. 
Kommen wir nun zum finanziellen Aspekt: Das Semesterticket würde sie 516 Euro pro Jahr kosten. Was zahlt sie bisher? Für die sieben Monate Vorlesungszeit entstehen ihr im Sommer Kosten in Höhe von 142,80 Euro, im Winter sind es 190,40 Euro – macht zusammen 333,20 Euro. Ein Wochenticket kostet für ihre Region 16,80 Euro, ein Monatsticket 50,90 Euro. Selbst wenn sie sich für die Prüfungen und Klausureinsichten zehn (!) einzelne Wochentickets kaufen würde, macht sie immer noch ein Minus. 
Nehmen wir an, sie kauft sich Monatsmarken. Für den universitären Bedarf sind die dann schon längst nicht mehr, denn selbst mit Praktika muss man nie so oft in die Uni (zum Glück^^).
Von den fünf vorlesungsfreien Monaten kauft sie sich in drei Monaten eine Monatskarte: Noch immer macht sie 30 Euro Minus. Wer fährt im August schon gerne mit dem Bus durch Nürnberg, wenn er radeln könnte? Oder wer ist überhaupt zu Hause? Egal, wie ihr Freizeitbedarf aussieht: Sie müsste in mindestens 3,6 von 5 vorlesungsfreien Monaten intensiv die VAG nutzen. Nicht nur einmal fahren, sondern mehrmals die Woche. Erst dann hätte sie überhaupt eine „schwarze Null“, alles was darüber ist, das wäre für sie ein „Kostenvorteil“. Kann das der Sinn eines Semestertickets sein? Ohne massive Freizeitaktivitäten ein herbes Minus einstecken müssen?